Ozongrenzwerte in der Abluft von gewerblichen Großküchen

Beim Einsatz von UV-Röhren in gewerblicher Küchenabluft wird über die UV-Strahlung Ozon erzeugt, mit dem Geruchsträger in der Abluft oxidiert und reduziert werden können. Denselben Ansatz verfolgt man beim Einsatz von sogenannten Ozon Generatoren. Unabhängig vom eingesetzten System ist jedoch zu beachten, dass es zu Ozon einzuhaltende Ozongrenzwerte gibt! 

UV Röhren in Küchenabluft
UV Röhren in einer Küchenhaube

Ozongrenzwerte für Innenräumen

Der Grenzwert für Innenräume für Ozon ist in vielen Ländern in Europa nach wie vor auf maximal 2mg Ozon pro einem Kubikmeter Raumluft festgesetzt, also auf einen Ozongrenzwert von 2mg/m3. Das war auch in Deutschland der bisherige Ozongrenzwert, der jedoch aufgehoben wurde, in der Schweiz beispielsweise, gibt es diesen Grenzwert so immer noch. Informationen hierzu finden Sie auf:  

https://de.wikipedia.org/wiki/Ozon im oberen Bereich auf der ganz rechten Seite, wo in dem farblich markierten Kasten die Sicherheitshinweise notiert sind.

Federführend bei der Aufhebung des bisherigen Ozongrenzwertes in Deutschland war die DFG: Nach den Einstufungskriterien krebserzeugender Substanzen gemäß der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird Ozon in die Kategorie IIIB „unzureichend untersucht eingeordnet, aber mit Anlass zu Besorgnis“.

Ozongrenzwerte für den Außenbereich

Für den Ozongrenzwert im Außenbereich, werden selbst in Kommentaren von Küchenlüftung Sachverständigen noch Grenzwerte für die Küchenabluft von 20mg/m3 genannt. So ist beispielsweise auf der Seite der cci in den Kommentaren https://cci-dialog.de/ozon_in_der_abluft.html folgendes nachzulesen:

„Beanstandungen durch zu hohe Ozonkonzentrationen in der Abluft können vorkommen, auch wenn die dabei freigesetzten Ozonkonzentrationen weit unter dem zulässigen Grenzwert von 20 mg/m³ liegen.“ 

Auf der Seite des Deutschen Umwelt Bundesamt ist dagegen folgendes notiert:

„Um gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung bei kurzfristiger Exposition gegenüber erhöhten Ozonkonzentrationen auszuschließen, legt die 39. BImSchV Informations- und Alarmschwellenwerte fest. Der Informationsschwellenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), gemittelt über eine Stunde, dient dem Schutz der Gesundheit besonders empfindlicher Bevölkerungsgruppen. Der Alarmschwellenwert von 240 µg/m³, gemittelt über eine Stunde, bezeichnet die Schwelle, bei deren Überschreitung ein Risiko für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung besteht.

Auf der Seite des Deutschen Ärzteblatt ist ergänzend folgendes nachzulesen:

„Eine EU-Richtlinie sieht 180 µg/m3 (1-h-Wert) als Informationsschwelle und 240 µg/m3 als Warnschwelle für die Bevölkerung vor. Dabei treten bereits bei Werten zwischen 160 µg/m3 und 240 µg/m3 Veränderungen der Lungenfunktionsparameter auf.“

Bitte beachten Sie hierbei, dass die Einheiten der zuletzt notierten Grenz- und Schwellenwerte Einheiten sind, in Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3)! D.h. der oben genannte Wert des zitierten Küchenlüftung Experten von 20mg/m3, wäre in dieser Maßeinheit ein Wert von 20.000µg/m3!!!!

Bei diesem Vergleich erklärt sich nun auch von selbst, warum ein Ozongrenzwert für Innenräume von 2mg/m3 = 2.000µg/m3 ein Ozongrenzwert ist, der auch von nur halbwegs seriös arbeiteten Lüftungsexperten auf gar keinen Fall mehr angestrebt werden darf! Selbiges gilt in exakt derselben Form so eins zu eins auch für den Außenbereich und dann konsequenterweise auch für die Abluft aus gewerblichen Küchen.

Eine Zusammenfassung hierzu finden Sie beispielsweise auf: https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/ozon/grenzwerte-richtwerte

Dieser Sachverhalt zu den Ozongrenzwerten muss einfach ohne Wenn und Aber, beim Einsatz von UV-Systemen und Ozon Generatoren, zur Reduzierung von Geruchsbelästigungen unbedingt beachtet werden und es muss hierzu auch ohne Wenn und Aber ein messtechnischer Nachweis erfolgen, dass diese Schwellen nicht überschritten werden.

Weiterführende Informationen hierzu auch auf unserem YouTube Video Tutorial: